MTB-Tour im Umland der Wartburg

Die Wartburg wird dem einen oder anderen durchaus ein Begriff aus der ostdeutschen Automobilgeschichte sein. Die Wartburg war Namensgeber einer PKW-Baureihe des Herstellers IFA. Gefertigt wurden die PKW im VEB-Automobilwerk Eisenach.
Auch für mich waren die Wartburg und Eisenach mit der Erinnerung an den Automobilhersteller verknüpft. Dass sich die hügelige Landschaft um die Wartburg herum vorzüglich für Tagestouren mit dem MTB eignet, hat mir ein guter Freund verraten und sich gleich als Gastgeber und Tourguide zur Verfügung gestellt.
Drei Cube MTB´s haben wir mit auf unsere Tour genommen und alle Laufradgrößen dabeigehabt. Das Älteste, ein Cube AIM LTD von 2001, rollt noch immer auf seinen 26-Zöllern. Aus dem Modelljahr 2015 waren die Modelle Cube AIM Disc SL auf 27,5 Zoll und ein Cube Stereo 120 Pro auf 29 Zoll mit dabei.

cube mountainbike

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Der Startpunkt unserer Tour lag in Wutha-Farnroda, eine kleine Ortschaft etwa 9km entfernt von Eisenach. Von hier aus sind wir über schlottrige Traktor-Straßen in Richtung Mosbach gefahren. Leichtes auf und ab zwischen Feldern, ideal um den Körper auf Temperatur zu bekommen. Hinter Mosbach kam musste der erste kontinuierliche Anstieg von 300hm auf 470hm erklommen werden. Nach ein paar zackigen km über einen der vielen, zum Teil sehr verwurzelten Wanderwege, erreichten wir den ersten schönen Aussichtspunkt für eine Foto- und Bananen-Pause.Ausblick erste Pause
Neben dem Ausblick wird man für den Aufstieg von schönen flowigen Trails, gespickt mit ein paar Wurzeln und Felsen belohnt. Der Boden ist hier sehr griffig, so dass man auch mal etwas zügiger um die Ecken kann. So erreichten wir unser nächstes Zwischenziel, Schloss Wilhelmsthal. Leider war das Schloss so baufällig, dass es in Baugerüste gehüllt und der direkte Zugang abgesperrt werden musste. Am angrenzenden Wilhemsthaler-See bot sich die Gelegenheit noch einmal zu verschnaufen, bevor die anstrengende Etappe zur Wartburg in Angriff genommen werden konnte, da viele Höhenmeter auf eine kurze Distanz zu überwinden waren.Wilhemsthaler-See
Auf der Wartburg angekommen hatte man einen weiten Blick über die komplette Umgebung. Die Warburg selber wirkt von außen sehr groß. Ist man aber erstmal auf dem Innenhof der Burg so wirkt sie recht klein. Keines der schönen alten Gebäude scheint auch nur einen einzigen rechten Winkel zu besitzen und Fachwerkkonstruktionen grenzen direkt an Gebäude aus aufgemauerten Bruschsteinen.Die drei Cube-Bikes Innenhof Wartburg

Zum erhöhen der Hangabtriebskraft findet man auf der Wartburg ein Restaurant vor in dem sowohl der Drang nach etwas Süßem, als auch nach einer deftigen Mahlzeit befriedigt werden kann. Am südlichen Teil des Burghofes steht der Turm der Burg. Nach passieren des Drehkreuzes für 50Ct und erklimmen der Treppen erwartet einen ein uneingeschränkter Rundblick über die Umgebung.Panorama Wartburg
Der Wartburg den Rücken gekehrt haben wir die vielen umliegenden Wanderwege genutzt. Die Wanderer um die Warburg sind sehr zuvorkommend und schienen erfreut, dass sich ein Radfahrer auf ihre Wege verirrt hat. Mit Respekt und Rücksichtnahme, vor allem auf Abfahrten, war hier ein schönes „Miteinander“ zu erleben. Wir hatten ja auch eine Gemeinsamkeit. Wir wollten die Landschaft genießen, nur auf unterschiedliche Arten. Neben den Wanderwegen haben einige MTB-Fahrer schöne Trails in den Wald gefahren. Das Highlight der Tour war das Durchfahren der Drachenschlucht, einer schmalen Felsenschlucht. Glaubt man der Beschilderung so misst die schmalste Stelle lediglich 63cm. Mit einem 670mm Lenker eine kleine Herausforderung. Wir sind einige Male stecken geblieben und mussten das Vorderrad schräg stellen um diese Stellen passieren zu können.Durchfahrt Drachenschlucht Eine hakelige Sache, aber auf jeden Fall einen versuch wert. Teilweise ist die Schlucht mit Gittern ausgelegt und unter einem fließt ein kleiner Bach entlang.
Der letzte Zwischenstop unserer Tour war die Manufaktur in Eisenach. Sie liegt direkt am Marktplatz und man bekommt dort sehr gutes Milcheis mit zum teil ausgefallenen Sorten.
Zurück in Wutha-Farnroda endete unsere MTB-Tour zur und um die Wartburg nach 44km und 1000hm. Für mich steht fest, ich werde die Tour auf jeden Fall noch einmal machen.

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