Praxistest Tubus Vega 29″

Auf meiner Fahrradtour zum Fusion Festival bin ich mit etwa 25kg Gepäck unterwegs gewesen. Genau für diese Beladung war mein damaliger Gepäckträger auch ausgelegt. Das dachte ich wenigstens, es steht ja schließlich auch auf dem Gepäckträger aufgedruckt.
Schon auf den ersten Metern ist mir aufgefallen dass die Stangenkonstruktion des Trägers sehr instabil wirkt. Beim Überfahren von Fahrbahnunebenheiten hat sich der Träger samt Beladung schnell aufgeschwungen und zwar so stark, dass es schwer wurde die Spur zu halten. Aufmerksamkeit war somit geboten.
Die entstandenen Schwingungen sind wohl auch der Grund für die gebrochenen Schweißverbindungen an zwei Knotenpunkten der Trägerkonstruktion.
Für die Tour zum nächsten Festival bin ich auf Empfehlung unserer Verkäufer auf den Tubus Vega umgestiegen. Durch seine Rohrkonstruktion um ein Vielfaches stabiler als Träger die aus Stangen gefertigt sind und ist dabei noch leichter. Dies ist auf das höhere Flächenträgheitsmoment eines Rohrs zurückzuführen.
So war ich auch nicht verwundert das sich das Aufschwingverhalten des Gepäckträgers samt Gepäck deutlich verbessert hat. Diese Verbesserung ist besonders stark spürbar bei Ausweichmanövern, überfahren von Unebenheiten und im Wiegetritt in Steigungen. Somit entsteht ein Zugewinn an Fahrsicherheit.
Die Wahl eines Trägers für 29“-Räder fiel aufgrund der Hoffnung mehr Platz für Schutzbleche zu haben, vor allem wenn im Winter auf Spikereifen umgestellt wird. Weiter ist es mir so möglich den Träger auf alle Räder in meinem Fuhrpark zu montieren, egal ob 27,5“, 28“ oder 29“.
Wer einen tieferen Schwerpunkt bevorzugt und bereit ist einpaar Gramm mehr zu transportieren, sollte zum Tubus Logo greifen. Durch eine zusätzliche Strebe auf jeder Seite des Trägers können die Packtaschen etwa 4cm tiefer befestigt werden. Außerdem sorgen die so entstehenden zusätzlichen Knotenpunkte zwischen den Rohren für eine erhöhte Steifigkeit.
Ab einem Gewicht von 20kg die auf dem Hinterradträger transportiert werden sollen, kann ich nur die Verwendung eines Sogenannten Lowriders empfehlen. Diesen mit einem Paar Transporttaschen auszustatten und mit etwas Kontergewicht zu beladen. Diese Maßnahme sorgt dafür dass das Vorderrad seltener den Fahrbahnkontakt verliert. Ob beim Anfahren an der Ampel, während dem Befahren einer Steigung oder dem Überfahren von Fahrbahnunebenheiten können so kritische Fahrzustände vermieden werden.

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